Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, den der Haushalt direkt nutzen kann. Was nicht selbst verbraucht wird, geht ins Netz. Hier gibt es eine Orientierung zu Erträgen, Eigenverbrauch und dem Zusammenspiel mit dem Haushaltsstromtarif.
Der Ertrag einer Photovoltaikanlage hängt von der Anlagenleistung in Kilowatt peak (kWp), der Dachausrichtung, dem Neigungswinkel und dem regionalen Sonnenangebot ab. Als grober Richtwert gilt in Deutschland ein Jahresertrag von etwa 900 bis 1.100 Kilowattstunden pro kWp installierter Leistung. Südausrichtung und 30 bis 35 Grad Neigung gelten als optimal.
| Anlagengröße | Jahresertrag (ca.) | Passender Haushalt |
|---|---|---|
| 3 kWp | 2.700 - 3.300 kWh | 1-2 Personen |
| 5 kWp | 4.500 - 5.500 kWh | 3-4 Personen |
| 8 kWp | 7.200 - 8.800 kWh | Großer Haushalt oder E-Auto |
| 10 kWp | 9.000 - 11.000 kWh | Mehrpersonenhaushalt mit E-Auto |
Erträge als Richtwert für mitteldeutsche Lagen mit guter Südausrichtung. Abweichungen je nach Region und Aufstellung möglich.
Strom, den eine PV-Anlage erzeugt und der Haushalt direkt nutzt, ersetzt teuren Netzstrom. Überschüsse werden ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Der Eigenverbrauchsanteil hängt vom Haushaltsprofil ab: Haushalte, die tagsüber viel Strom verbrauchen, profitieren stärker.
Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil erheblich, weil überschüssiger Solarstrom zwischengespeichert und abends oder nachts genutzt werden kann. Die Wirtschaftlichkeit eines Speichers hängt von Anschaffungskosten, Speicherkapazität und dem lokalen Strompreis ab.
Haushalte mit PV-Anlage brauchen weiterhin einen Netzanschluss und damit einen Haushaltsstromtarif für Zeiten, in denen die Anlage wenig oder nichts erzeugt. Ein günstiger Tarif für den Reststrombezug senkt die Gesamtkosten zusätzlich.
Wer eine PV-Anlage betreibt, reduziert seinen Netzbezug, braucht aber weiterhin einen Stromvertrag. Tarife ohne Grundgebühr oder mit niedrigem Arbeitspreis sind für PV-Haushalte mit niedrigem Restverbrauch besonders interessant. Manche Anbieter bieten spezielle Tarife für Haushalte mit PV-Anlage oder eigenem Stromspeicher an.
Der Tarifvergleich nach Postleitzahl zeigt, welche Angebote im eigenen Netzgebiet verfügbar sind. Der Jahresverbrauch als Nettobezug nach Eigenverbrauch sollte als Grundlage für den Vergleich genutzt werden.
Als Richtwert gilt in Deutschland etwa 900 bis 1.100 kWh pro kWp Anlagenleistung pro Jahr. Eine 5-kWp-Anlage erzeugt damit grob 4.500 bis 5.500 kWh, je nach Standort, Ausrichtung und Neigungswinkel.
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil typischerweise bei 20 bis 35 Prozent des Ertrags. Mit einem Stromspeicher steigt er auf 60 bis 80 Prozent, abhängig von Speichergröße und Verbrauchsprofil.
Ja. Der Netzanschluss bleibt notwendig, weil die PV-Anlage nachts und an trüben Tagen keinen ausreichenden Strom erzeugt. Ein günstiger Tarif für den verbleibenden Netzbezug senkt die Gesamtstromkosten.
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich und senkt den Netzbezug. Die Wirtschaftlichkeit hängt vom Strompreis, den Speicherkosten und dem Verbrauchsprofil ab. Bei aktuellen Preisen rechnet sich ein Speicher für viele Haushalte innerhalb von 10 bis 15 Jahren.