Ökostrom-Wechsel: Darauf sollten Haushalte achten
Ein Wechsel zu Ökostrom funktioniert heute unkompliziert und ohne Versorgungslücke. Drei Faktoren bestimmen, ob der Tarifwechsel wirtschaftlich sinnvoll ist: die Kündigungsfrist des aktuellen Vertrags, die Dauer einer etwaigen Preisgarantie und der optimale Zeitpunkt für die Kündigung.
Die richtige Kündigungsfrist nutzen
Ihr aktueller Stromvertrag legt fest, wie lange vorher Sie kündigen müssen. Typischerweise beträgt die Frist zwei Wochen zum Ende eines Abrechnungszeitraums, also meist zum Ende eines Kalendermonats. Nachdem Sie gekündigt haben, läuft der Vertrag weiter bis zum vereinbarten Enddatum. Diese Zeit können Sie nutzen, um ein passendes Ökostrom-Angebot auszuwählen und den neuen Anbieter auszusuchen.
Manche Verträge haben längere Kündigungsfristen von vier bis acht Wochen. In diesem Fall sollten Sie rechtzeitig prüfen, wann die nächste Kündigungsmöglichkeit besteht. Das Kündigungsdatum erfahren Sie in Ihren Vertragsdokumenten oder durch eine Kontaktaufnahme mit dem aktuellen Anbieter.
Preisgarantie und deren Auslaufdatum beachten
Die meisten Stromtarife enthalten eine Preisgarantie, die einen festen Preis pro Kilowattstunde zusichert. Diese Garantie gilt typischerweise für einen Zeitraum von zwölf bis 24 Monaten ab Vertragsstart. Nach Ablauf können die Preise steigen. Das Auslaufdatum finden Sie in Ihren Vertragsbedingungen.
Der beste Zeitpunkt für einen Wechsel ist meist kurz vor Ablauf der Preisgarantie. So vermeiden Sie, dass Sie noch Monate unter günstigen Bedingungen zahlen, die bald sowieso wegfallen. Planen Sie den Wechsel so, dass der neue Vertrag unmittelbar nach Ablauf der aktuellen Preisgarantie startet.
Den idealen Wechselzeitpunkt berechnen
Zählen Sie rückwärts: Wenn Ihre Preisgarantie Ende März endet und Sie zwei Wochen Kündigungsfrist haben, müssen Sie spätestens Anfang März kündigen. Das gibt dem neuen Anbieter genug Zeit, die Belieferung ab April zu organisieren. Bei längeren Fristen entsprechend früher beginnen.
Achten Sie auch darauf, dass zwischen dem Ende des alten und dem Start des neuen Vertrags kein zeitlicher Spalt entsteht. Der neue Anbieter muss die Stromversorgung in der Regel spätestens am auf die Beendigung folgenden Tag übernehmen. Ihr Netzbetreiber vor Ort kümmert sich um den technischen Wechsel automatisch.
Worauf Sie bei der Tarifauswahl achten
Vergleichen Sie nicht nur den Gesamtpreis, sondern auch die Länge der neuen Preisgarantie. Ein Tarif mit längerer Garantie bietet Planungssicherheit, auch wenn er kurzfristig teurer wirkt. Lesen Sie zudem die Vertragsbedingungen: Ist eine monatliche oder jährliche Zahlweise möglich? Gibt es Zschläge oder Boni, die an Bedingungen geknüpft sind?
Prüfen Sie außerdem, ob der Anbieter Grünstromzertifikate nachweist oder in welcher Form das Ökostrom-Angebot tatsächlich umgesetzt wird. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht nur billiger fahren, sondern auch wirklich Ökostrom erhalten. Das Wechselformular können Sie meist online ausfüllen und einreichen.
Aktuelle Einordnung
Marktbedingungen, Netzentgelte und gesetzliche Regelungen im Bereich Anbieterwechsel können sich ändern. Wer einen Tarifwechsel plant oder den eigenen Verbrauch einordnen möchte, sollte aktuelle Vergleichsangebote prüfen.
Stromvergleich in Ihrer Region
Wer wissen möchte, welche Tarife an der eigenen Adresse verfügbar sind, kann direkt nach Postleitzahl vergleichen.
Einfach PLZ eingeben und passende Tarife für Ihren Haushalt finden.