Stromverbrauch im Haushalt: Die größten Verbraucher
Heizung und Warmwasser verursachen in deutschen Haushalten typischerweise 70 bis 80 Prozent des Stromverbrauchs, gefolgt von Kühlgeräten und Waschmaschinen. Wer seinen eigenen Verbrauch kennt, kann Stromtarife realistisch vergleichen und gezielt sparen.
Heizung und Warmwasserbereitung: Der größte Stromfresser
Heizungsanlagen und die Bereitung von Warmwasser benötigen in Ein- und Zweifamilienhäusern durchschnittlich 60 bis 70 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern fällt dieser Anteil oft geringer aus, weil eine zentrale Heizung mehrere Einheiten versorgt. Eine alte Heizungspumpe mit Dauerläuferbetrieb kann mit wenig Aufwand ausgetauscht werden und spart dabei regelmäßig Strom.
Elektroheizungen als Zusatzheizung oder Hauptwärmequelle treiben den Stromverbrauch besonders in die Höhe. Wärmepumpen benötigen zwar auch Strom, nutzen ihn aber deutlich effizienter, weil sie Umweltenergie nutzen. Wer eine klassische Zentralheizung mit Öl oder Gas hat, sparen solche Zusatzheizer typischerweise zwischen 15 und 25 Prozent, wenn sie modernisiert werden.
Kühlgeräte: Ständiger Stromverbrauch rund um die Uhr
Kühlschrank und Gefriertruhe laufen durchgehend und verursachen je nach Alter und Größe zwischen 10 und 15 Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Ein sehr alter Kühlschrank von vor 15 Jahren benötigt etwa doppelt so viel Strom wie ein modernes Gerät der gleichen Größe. Ein Austausch rechnet sich oft innerhalb von zwei bis drei Jahren durch die ersparten Stromkosten.
Gefriertruhen verbrauchen mehr Strom als Gefrierfächer im Kühlschrank, weil ihre Isolierung schlechter ist und mehr kalte Luft entweicht. Beim Neukauf sollte auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden: Geräte der Klasse A++ oder besser sparen gegenüber älteren Modellen regelmäßig 40 Prozent und mehr ein.
Waschmaschine und Trockner: Spitzenlast bei Wäschetagen
Waschmaschinen benötigen insgesamt 4 bis 6 Prozent des Jahresstromverbrauchs, wobei die meiste Energie für das Erhitzen des Wassers aufgewendet wird. Wer überwiegend mit kaltem oder lauwarmem Wasser wäscht, kann hier deutlich sparen. Moderne Maschinen mit Mengenautomatik verbrauchen weniger Wasser und Strom als ältere Geräte mit fester Wassermenge.
Wäschetrockner sind Stromfresser: Sie können den Stromverbrauch um 10 bis 15 Prozent erhöhen, wenn sie regelmäßig genutzt werden. Wärmetauscher-Trockner verbrauchen etwa 50 Prozent weniger Strom als ältere Kondensationstrockner. Wer Platz hat, spart mit klassischem Lufttrocknen am meisten, auch wenn es länger dauert.
Beleuchtung, Kochen und Unterhaltung: Der Rest der Stromrechnung
Beleuchtung macht in modernen Haushalten mit LED-Lampen nur noch 3 bis 5 Prozent des Verbrauchs aus. Herd und Backofen benötigen bei regelmäßiger Nutzung 5 bis 8 Prozent, wobei ein moderner Induktionsherd energieeffizienter ist als eine klassische Elektrokochplatte. Fernseher, Computer und weitere Unterhaltungselektronik teilen sich zusammen etwa 5 bis 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs.
Viele dieser Geräte verbrauchen im Standby-Modus noch nennenswert Strom, obwohl sie ausgeschaltet wirken. Ein Haushalt mit mehreren Geräten im Standby-Betrieb kann hier schnell 50 bis 100 Kilowattstunden pro Jahr sparen, indem Mehrfachsteckdosen genutzt werden, die sich komplett ausschalten lassen.
Aktuelle Einordnung
Marktbedingungen, Netzentgelte und gesetzliche Regelungen im Bereich Energiesparen können sich ändern. Wer einen Tarifwechsel plant oder den eigenen Verbrauch einordnen möchte, sollte aktuelle Vergleichsangebote prüfen.
Stromvergleich in Ihrer Region
Wer wissen möchte, welche Tarife an der eigenen Adresse verfügbar sind, kann direkt nach Postleitzahl vergleichen.
Einfach PLZ eingeben und passende Tarife für Ihren Haushalt finden.