Stromanbieter kündigen: Checkliste für das Kündigungsschreiben
Eine Kündigung beim Stromanbieter ist heute in wenigen Schritten möglich und erfordert kein kompliziertes Schreiben. Entscheidend sind der richtige Kündigungszeitpunkt, die Einhaltung der Kündigungsfrist und die schriftliche Form. Mit einer genauen Checkliste vermeiden Sie Verzögerungen beim Wechsel.
Kündigungsfrist und Kündigungszeitpunkt ermitteln
Die Kündigungsfrist hängt davon ab, ob Sie sich noch in der Anfangsbindung befinden oder bereits zur Beendigung berechtigt sind. Bei Verträgen mit einer Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten können Sie typischerweise zum Ende dieser Laufzeit mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Überprüfen Sie Ihre Vertragsunterlagen, um die genaue Frist zu ermitteln.
Bedenken Sie, dass Verträge sich nach Ablauf der Anfangsbindung automatisch um 12 Monate verlängern, sofern Sie nicht rechtzeitig kündigen. Planen Sie Ihre Kündigung daher mindestens zwei Monate vor dem Ende der Vertragslaufzeit ein, damit Sie rechtzeitig das Kündigungsschreiben einreichen können.
Wichtige Angaben ins Kündigungsschreiben aufnehmen
Ihr Kündigungsschreiben muss folgende Informationen enthalten: Ihren vollständigen Namen, Ihre Kundennummer, die Adresse des Lieferortes, das Kündigungsdatum und Ihre beabsichtigte Wirksamkeit der Kündigung. Eine präzise Formulierung ist notwendig, vermeiden Sie umständliche Formulierungen.
Beispiel einer korrekten Formulierung: "Ich kündige meinen Stromliefervertrag hiermit zum Ende der Vertragslaufzeit, dem 31. [Monat] [Jahr], mit einer Frist von vier Wochen." Achten Sie darauf, dass Sie das Kündigungsdatum korrekt berechnen und in den Brief schreiben.
Versandart und Nachweispflicht beachten
Senden Sie Ihr Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein oder als beglaubigte Kopie per E-Mail, falls Ihr Anbieter dies akzeptiert. Per einfaches Schreiben verschickte Kündigungen können später schwer nachgewiesen werden, wenn es zu Unstimmigkeiten kommt. Die Empfangsbestätigung ist Ihr rechtlicher Nachweis dafür, dass die Kündigung fristgerecht angekommen ist.
Bewahren Sie alle Unterlagen zu Ihrer Kündigung mindestens ein Jahr lang auf. Dazu gehören das Original des Kündigungsschreibens, die Sendungsverfolgung und die Kündigungsbestätigung des Anbieters. Falls später Fragen zur Kündigung entstehen, haben Sie den Nachweis erbracht.
Neuer Stromvertrag und Lieferunterbrechungen vermeiden
Schließen Sie einen neuen Stromvertrag erst ab, nachdem Sie die Kündigungsbestätigung vom bisherigen Anbieter erhalten haben. Der neue Anbieter kümmert sich typischerweise um die Abmeldung beim Netzbetreiber und koordiniert den Wechseltermin. Ein Lieferstopp tritt in Deutschland nicht ein, da der lokale Netzbetreiber die Stromversorgung in jedem Fall aufrechterhält.
Teilen Sie Ihrem neuen Anbieter alle wichtigen Informationen mit: Ihre aktuelle Kundennummer beim alten Anbieter, den geplanten Wechseltermin und Ihren letzten Zählerstand. Damit vermeiden Sie Lücken bei der Stromversorgung und stellen sicher, dass die Abrechnung reibungslos läuft.
Aktuelle Einordnung
Marktbedingungen, Netzentgelte und gesetzliche Regelungen im Bereich Anbieterwechsel können sich ändern. Wer einen Tarifwechsel plant oder den eigenen Verbrauch einordnen möchte, sollte aktuelle Vergleichsangebote prüfen.
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